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Amt Neuhardenberg
Von Quilitz zu Neu-Hardenberg, zu Marxwalde und wieder zu Neuhardenberg -Eine wechselnde Namensfindung – „Abgemeldet“

In seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1348, hieß das heutige Neuhardenberg Quilitz. 1811 wurde der Ort dann von Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg (1750–1822) in Neu-Hardenberg umbenannt.
Während der Zeit des Nationalsozialismus trafen sich im Schloss Neuhardenberg, welches von der Familie von Neuhardenberg bewohnt wurde wiederholt Mitglieder des deutschen Widerstands. Nach dem misslungenen Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 tauchte wenige Tage später die Gestapo in Neuhardenberg auf und verhaftete den Gutsherrn Carl-Hans Graf von Hardenberg. Von Hardenberg wurde noch von den Nationalsozialisten aufgrund seiner Mitgliedschaft im deutschen Widerstand enteignet.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Ort 1949, auf Beschluss der Gemeinde-vertretung, zu Ehren von Karl Marx in Marxwalde umbenannt. Der Gutsherr Carl-Hans Graf von Hardenberg war 1945 durch die Bodenreform erneut enteignet worden und auf seine Besitzungen nach Niedersachsen geflohen.
Nach der politischen Wende 1989/90 wurde der Ort  1991 in Neuhardenberg (ohne Binde-strich) rückbenannt. Im Jahr 1996, nach der Rückübertragung des Schlosses Neuhardenberg an die Familie von Hardenberg, veräußerte diese es an den Deutschen Sparkassen- und Giroverband. Ein Jahr später begann die Restaurierung des Schlosses und des gesamten Areals. Der Schlosspark wurde neu gestaltet und das Denkmal für Friedrich II. restauriert. 2002 erfolgte die feierliche Einweihung in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. Seitdem wird es als Hotel gehobenen Standards und Veranstaltungsstätte betrieben. So diente das Schloss in den Jahren 2003 und 2004 als Ort für Klausurtagungen der Bundesregierung.

Die Gemeinde Neuhardenberg als Sitz der Amtsverwaltung des 1992 gegründeten Amtes Neuhardenberg hat 2.027 Einwohner ohne die Ortsteile Altfriedland (406 Einwohner), Quap-pendorf (129 Einwohner) und Wulkow (267 Einwohner). In Neuhardenberg gibt es eine Grundschule mit 169 Schülern in 8 Klassen (Schuljahr 2011/12). Die Kita „Windmühlenkids“ in Trägerschaft des Amtes Neuhardenberg betreut 120 Kinder in altershomogenen Gruppen und Gruppen mit kleiner Altersmischung. Die Bibliothek in Neuhardenberg verfügt über einen Bestand von 10.761 (2011) Print- und Non-Book-Medien. Die Gemeinde Neuhardenberg zeichnet sich durch ein aktives Vereinsleben aus, z. B. Freiwillige Feuerwehr – Löschzug Neuhardenberg, Förderverein Schinkelkirche, Heimatverein, Kinderring Neuhardenberg, Sportverein Fortuna, Stiftung Schloss Neuhardenberg, Volkssolidarität.

In der Gemeinde gibt es einen seltsamen Brauch. Viele Bürger  verabschieden sich von Freunden und Bekannten mit dem Wort: »Abgemeldet.«